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Thema: Was brachte mir das Festival bisher?!

6 posts | Vor 7 Monate von sato gestartet | Letzte Antwort von tommiiommi

  1. Salut!

    Gestern mit unbestimmten Erwartungen aus Münster in Westfalen eingetroffen, hat sich heute am Samstag für mich der Weg schon mehr als gelohnt. Zahlreiche Anregungen, nette Vorträge und eine Menge an interessanten Leuten. Mit einem der gerade geknüpften Kontakte schon mitten in der Planung für ein spannendes Konzept ... das ging ja flott ;o)

    Nun bin ich gespannt, was mich hier noch so erwartet und vor allem, wie es mit unserer Idee nun weiter gehen wird.

    Wenn Ihr wollt, halte ich Euch gerne auf dem Laufenden.

    so long

    vor 7 Monate veröffentlicht #
  2. tommiiommi
    Mitglied

    Ich muss leider sagen, dass die Diskussionsrunde zum Thema "Kleine Labels/Große Bands" gestern abend völlig enttäuscht hat. Das lag in erster Linie an der erschreckend schwachen Moderation. Man erhält nur dann gute Antworten, wenn man auch gute Fragen stellt. Stattdessen warf Herr Morisse frei assoziierte Worte in den gut gefüllten Raum, mit denen keiner der Diskussionsteilnehmer etwas anfangen konnte. Darüber hinaus wurde durch Fragen wie "Hast Du auch eine Myspace-Seite?" klar, dass der Moderator sich offensichtlich überhaupt nicht vorbereitet hatte; Dinge dieser Art sind mehr als leicht zu recherchieren. Schon ganz am Anfang wurde die Stimmung auf der Bühne konsequent gebremst: Thees Uhlmann wurde gebeten, von den Ursprüngen der Band "Kettcar" zu berichten. Das hat er dann getan. Antwort des Moderators: "Ach so, die Geschichte kannte ich schon!" Eigentlich sollte eine Moderation Anschlüsse herstellen, hier wurde blockiert und assoziiert. Mir taten die Diskussionsgäste auf der Bühne und die Zuhörer sehr schnell Leid. Dabei hätte man, wie die Einwürfe aus dem Saal zeigten, zur Frage der Vermarktung von Musik unter digitalen Bedingungen SO VIEL INTERESSANTES sagen können - hätte es Fragen in diese Richtung gegeben.

    Das war noch nicht einmal mangelhaft, einfach ärgerlich.

    vor 7 Monate veröffentlicht #
  3. Also, da muss ich jetzt tommiiommi (die Nickname-Wahl macht es einem nicht einfach) widersprechen. Die Diskussionsrunde "Kleine Labels/Große Bands" hat endlich einmal Menschen gezeigt, die im kreativen Buisness versuchen, ihren Weg zu gehen und dabei, wie so oft, finanziell nicht begünstigt werden. Das ist es doch, was auf einen zukommt, wenn man seine eigene Kunst macht, und das sollte auch gesagt werden. Endlich einmal höre ich von anderen, dass sie froh sind, wenn sie ein paar CDs verkaufen oder "verschenken" können. Selten habe ich eine ehrlichere Gesprächsrunde erlebt, auch wenn es zuweilen ein wenig pessimistisch wurde. Aber man sollte den Leuten die Augen öffnen, statt sie mit perfekten Diskussionsrunden, die mehr Schein als Sein sind, zu verschließen. Selbstbeweihräucherung und selfpromoting von Künstlern gibt's ja zur Genüge. Als Indie-Buchautor habe ich mich auf jeden Fall wiedererkannt.

    [geschrieben um 10:30, mit 4 Stunden Schlaf - ich hoffe, der Kommentar ist nicht so holprig, wie ich mich fühle ... wo ist denn da der nächste Liegestuhl am Deck?]

    vor 7 Monate veröffentlicht #
  4. tommiiommi
    Mitglied

    Meine Kritik bezog sich in erster Linie auf die Moderation, die meiner Meinung nach keine anregende Diskussion begünstigt hat. Und dass kleinere Labels einen schwierigen Spagat zwischen Kunst und Kommerz, Idealismus und Kapitalismus zu machen haben, ist nun nichts Neues. Genau an diesem problematischen Verhältnis hätte man anknüpfen müssen mit der Frage: Wie können kleine Labels unter den Bedingungen digitaler Musikverbreitung (d. h. sinkende Absätze bei Tonträgern, kostenloses Filesharing) erfolgreich arbeiten? Wie können "kleine" Künstler in Zukunft weiterhin von ihrer Musik leben, wenn sie davon leben wollen? Ich hatte den Eindruck, dass die Labelchefs zu einem Konzept wie der "Kultur-Flatrate", das sich als ein zeitgemäßes Lösungsmodell in dem Zusammenhang präsentiert, nicht viel zu sagen hatten. Was mich wunderte.

    vor 7 Monate veröffentlicht #
  5. Dann würd ich vorschlagen, spontan eine Diskussions- bzw. Gesprächsrunde einzuberufen. Kann ja ruhig im kleinen Kreis sein. Die "Kultur-Flatrate" kenn ich zum Beispiel nicht. Was meinen die Interessierten?

    vor 7 Monate veröffentlicht #
  6. tommiiommi
    Mitglied

    Das Thema ist sicher diskussionswürdig, aber ich möchte mir die Veranstaltungen heute Nachmittag nicht entgehen lassen. Deshalb kann ich nur einen Link schicken, zum Einstieg: http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate.

    vor 7 Monate veröffentlicht #

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